Nachhaltigkeit
R&D
Dänemark
20.01.2026
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„Fischzucht-Futter-Forschung & Entwicklung-Zusammenarbeit zielt darauf ab, die zukünftige Lebensmittelversorgung zu sichern“

Seit 2022 arbeiten der dänische Forellenproduzent Danforel und Aller Aqua eng zusammen, mit dem Ziel, Nachhaltigkeit, Effizienz und Fischwohl in Fischfarmen zu verbessern. Durch die direkte Verknüpfung von Fischfarmern mit der Futtermittel-Forschung & Entwicklung zeigt diese Partnerschaft, wie praxisnahes Wissen und datengetriebene Entwicklung messbare Ergebnisse entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Aquakultur liefern können.

Eine bemerkenswerte Zusammenarbeit in Dänemark hat zu mehreren Verbesserungen in der modernen Fischzucht beigetragen. Von besserer Fischgesundheit und höheren Überlebensraten bis hin zu saubererem Wasser und geringeren Umweltauswirkungen – die Ergebnisse unterstützen letztlich eine stärkere Rentabilität auf Betriebsebene. Laut den beiden Unternehmen ist eine engere Integration von Futtermittel-F&E und Produktion entscheidend, um Fisch auch für künftige Generationen als gesunde und zuverlässige Nahrungsquelle zu sichern.

Beschleunigte Entwicklung durch Austausch von Erkenntnissen und Wissen

Danforel betreibt sechs Fischfarmen sowie eine Anlage zur Verarbeitung von geräucherter Forelle und beliefert Supermärkte in Dänemark und Deutschland. Für CEO Steffen Nielsen hat der neu gewonnene Zugang zu erweitertem biologischem Fachwissen den Betrieb deutlich gestärkt:

„Durch Aller Aqua haben wir Zugang zu fundiertem theoretischem Wissen über die Anatomie der Fische und ihr Wohlbefinden erhalten. Wir sind Experten im Aufziehen und Verarbeiten von Fisch. Doch mit dieser stärkeren biologischen Basis und dem tieferen Hintergrundwissen über das Futter und dessen Wirkung auf die Fische können wir Fachwissen in konkrete Vorteile umsetzen.“

Auch für Aller Aqua ist der Wissensaustausch ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft. Wie Ole Schmidt, Vertriebsdirektor bei Aller Aqua, erklärt, liefern die zweimonatlichen Treffen mit den Fischfarmern direktes Feedback und Zugang zu wertvollen Produktionsdaten:

„Hier erhalten wir die ungefilterte Meinung der Fischfarmer darüber, wie unser Futter performt. Dieses Feedback ist für uns essenziell. Gleichzeitig bekommen wir Zugang zu wichtigen Daten – Emissionswerte, Krankheitsvorkommen, Mortalitätsraten und Ähnliches. Solche Informationen sind in den meisten Unternehmen vertraulich. Hier wird uns der Zugang gewährt, sodass wir sowohl Erkenntnisse als auch Daten für weitere Entwicklungen und Verbesserungen nutzen können.“

Praktische Lösungen für einen wachsenden Markt

Ein greifbares Ergebnis ist das verbesserte Phosphormanagement. Danforel hat ein völlig neues Verfahren zur Schlammfiltration entwickelt, während Aller Aqua Futtermittelrezepturen mit geringerem Phosphorgehalt und speziellen Eigenschaften formuliert hat, die dazu führen, dass der Fischkot absinkt und so effizienter entfernt werden kann.

Laut Steffen Nielsen hat dies sowohl die Wasserqualität in den Fischfarmen als auch die Umweltleistung auf Betriebsebene verbessert.

„Wir sind verpflichtet, die Reinheit des abgeleiteten Wassers regelmäßig zu messen“, erklärt er und fährt fort: „Diese Kennzahlen motivieren Fischfarmer, das Wasser so sauber wie möglich zu halten. Sie leben in der Nähe der Betriebe und sind Teil der lokalen Umwelt. Deshalb setzen sie alles daran, die Natur nicht zu verschmutzen oder zu schädigen – und sind stolz darauf.“

Fokus auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Tierwohl

Beide Unternehmen treiben nun neue Initiativen voran. Danforel hat in die Produktion von Fischöl investiert, um Nebenprodukte aus der Fischverarbeitung effizienter zu nutzen, während Aller Aqua an neuen Futtermittelzutaten forscht – darunter Insektenprotein – sowie an der Nutzung einiger von Danforels Fischnebenprodukten.

Alle Initiativen verfolgen dasselbe übergeordnete Ziel: das Tierwohl weiter zu verbessern und die Umweltauswirkungen der Fischzucht zu reduzieren. Mit Blick auf die Zukunft sieht Ole Schmidt die Zusammenarbeit als skalierbares Modell für die Branche.

„In der gesamten EU wächst der Fokus auf Nachhaltigkeit, und dieser Trend breitet sich schrittweise weltweit aus. Die Aufmerksamkeit für Wasser und Wasserverbrauch nimmt zu, da sauberes Wasser zu einer

begrenzten Ressource wird. Hier in Dänemark verfügen wir nun über praktische Erfahrungen mit Technologie und Futter in verschiedenen Fischproduktionssystemen. Das ermöglicht es uns, Lösungen anzubieten, die sich in der Praxis wirtschaftlich bewähren – zum Vorteil aller: der Fische, der Fischfarmer, des Handels und der Verbraucher.“